26. März 2008 Iren singen ihren „Soldier’s Song“ PARTNERSCHAFT 50 Reisende von der Grünen Insel sind inHöchstadt eingetroffen. Viele Mitglieder des „MayoMale Voice Choir“ aus Castlebar besuchen zumersten Mal Deutschland. VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED RUDOLF GÖRTLER Höchstadt/Gremsdorf „Sorry for the beasty weather!“Das erheiterte die in Ehren ergrauten Sangesveteranen des „Mayo Male Voice Choir“ am Dienstagmittag im Kommunbrauhaus ungemein. Die Entschuldigung des Zweiten Bürgermeisters Günter Schulz für das sehr ungewöhnliche fränkische Frühlingswetterwar eine Geste der Höflichkeit, eingebettet in den offiziellen Empfang der Stadt Höchstadt für die Gäste aus der irischen Partnerstadt Castlebar. Das heißt so eng darf man die geographische Lokalisierung nicht sehen. Denn die Besucher, in der Nacht zum Dienstag wetterbedingt! etwas verspätet eingetroffen, stammen auch aus Ballinrobe, Swinford, Kilkelly und Ballyglass; damit repräsentieren sie „wirklich unseren Landkreis Mayo im Westen Irlands“, wie in der Internet-Selbstdarstellung des „Männerchors aus Mayo“, so die deutsche Übersetzung, steht. Eingefädelt hat den Besuch natürlich die Crew des Freundeskreises Höchstadt- Castlebar um Vorsitzende Dagmar Wennmacher. Die konnte die Gäste nicht empfangen, wurde aber vertreten durch u. a. Sibylle Menzel und Theresa Zaby. Die letztere kam zwar in den USA zur Welt, ihre Mutter jedoch stammt aus Castlebar. So hatte sich vor über zehn Jahren eins zum andern gesellt und am Ende die Partnerschaft zwischen den beiden Städten, die durch wechselseitige Besuche von Vereinen und Schüleraustausch am Leben gehalten wird anwesend war deshalb auch Realschul-Konrektor Uli Langer. Der „Mayo Male Voice Choir“ hatte ursprünglich zusammenmit dem„Mayo Orchestra“ reisen wollen. Allein, die Instrumente von Dublin nach Frankfurt zu fliegen, hätte das Budget der auch auf der Grünen Insel nicht mit Reichtümern gesegneten Musikanten bei weitem überschritten. So wird bis kommenden Samstag Irisches a cappella erklingen, von 34 aktiven Sängern meist gesetzteren Alters. Die Gruppe wird aufgestockt durch Begleiter(innen), viele zum ersten Mal in Deutschland. Ein erstes Konzert gab der Chor gestern Abend in der Christuskirche, wird heute in Wachenroth singen und Bamberg, Bayreuth und Nürnberg besuchen. Den Empfang im Kommunbrauhaus prägte der Austausch von Artigkeiten. Mühte sich der Zweite Bürgermeister aus Höchstadtmit den Begrüßungsworten auf Englisch, beglückwünschte der neue Bürgermeister aus Castlebar Eugene McCormack den Ersten aus Höchstadt („wonderful leader of this town“) zu seiner Wiederwahl. Rief Mike Gibson zur Unterzeichnung der Höchstadter Friedenserklärung auf, lobte „Chairman“ (Vorstand) Sean Gavin die bisher erfahrene Gastfreundschaft. Was auch Margret McCormack tat, die Gattin des Bürgermeisters. Sie war überaus angetan vom Empfang im Hotel Zur Post. Nachmittags dann sangen die Iren im Gremsdorfer Forum, u. a. die Nationalhymne „The Soldier’s Song“, gälisch „Amhrán na bhFiann“. Welcher gebürtige Höchstadter kann das auf Anhieb korrekt aussprechen? Es dirigierte übrigens eine junge Dame, Deirdre Lee. Und das Wetter? Wer einmal auf den Klippen bei Westport den Atlantikböen getrotzt hat, der lacht über ein bisschen Schneetreiben!
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